

Ziemlich genau vor zwei Jahren trat eine Vertreterin des Uzbek-German Forum for Human Rights an mich heran und erzählte mir von usbekischen Schulkindern, die von ihrem Staat dazu gezwungen werden, die Baumwollernte einzubringen. Es wurde unser gemeinsames Anliegen, einen künstlerischen Dokumentarfilm zu produzieren, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Es stellte sich leider als ziemlich schwierig heraus, Recherche und Dreh im weit entfernten und autoritär regierten Usbekistan zu organisieren. Im Herbst 2010 kam dank “Against Slavery” immerhin eine zweiwöchige Drehreise zustande, die Erik Malchow antrat, der inzwischen zum Team dazu gestoßen war.
In diesem Jahr schließlich ist die Cinema for Peace Foundation als Co-Produzent dazugekommen und es war möglich, den Film zu beenden. Herausgekommen ist ein zwölfminütiger Kurzdokumentarfilm, der seltenes Material aus Usbekistan mit Experteninterviews, Stop-Motion-Animationen und Verbraucherumfragen verbindet, um das Phänomen zu erklären und gleichzeitig den Zusammenhang zu unserer Verantwortung als Kleidungskonsument herzustellen.
Nachdem der Film schon in der EU-Menschenrechtskommission zur Veranschaulichung des Problems gedient hat, bewerben wir uns jetzt damit für Filmfestivals.
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